Berufliche Perspektiven entwickeln

 

 

 

 

Zum Start der Projekt-Seminare zur Studien- und Berufsorientierung (P-Seminare) am Meranier-Gymnasium stellten 13 Schüler im Rahmen eines Pressegesprächs zusammen mit ihrem Seminarleiter, Oberstudienrat Thomas Schmutzler, die Ziele ihres über den Zeitraum von einem Jahr laufenden Projektes zum Thema „Unternehmensführung 2025“ vor, das sie zusammen mit den Wirtschaftsjunioren Lichtenfels als außerschulischem Partner umsetzen wollen. Die Schüler der gymnasialen Oberstufe sollen dabei vor allem auf die Anforderungen der Berufswelt vorbereitet werden und in den Bereichen Sozialkompetenz, Selbstkompetenz und Fachkompetenz Erfahrungen sammeln.

Sie wollen sich dabei mit den Werten ihrer Generation beschäftigen, aufzeigen wie sie die Arbeitswelt in zehn Jahren sehen, was für sie im Job wichtig ist und welche Bedingungen sie bei einem Unternehmen im Landkreis Lichtenfels vorfinden möchten.

Welche Werte zählen?

Die jungen Leute sollen sich dabei in die Rolle eines heimischen Unternehmers in zehn Jahren begeben und sich überlegen, was ein Unternehmen dann braucht, um für die jetzigen Jugendlichen als späterer Arbeitgeber attraktiv zu sein. Hierzu ist es erforderlich, eine Analyse durchzuführen, um zu eruieren, welche Werte die Jugendlichen bevorzugen und wie sie sich die Arbeitswelt nach Abitur und Studium vorstellen. Daraus soll zum Abschluss des Schuljahres ein Leitfaden für das Unternehmen entstehen, damit diese sich auf die zukünftige Generation einstellen können. Dieser Leitfaden wird dann am Ende des P-Seminars im Oktober 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Jeder Teilnehmer bekommt im Rahmen des bewährten Patenschaftsprogramms der Wirtschaftsjunioren einen Partner aus einem Unternehmen der Wirtschaftsjunioren als Coach zur Seite gestellt, der für Fragen und Hilfen zur Verfügung steht.

Das P-Seminar schärft den Blick der Jugendlichen für ihre Stärken und Interessen und macht sie mit wichtigen Aspekten der Berufswelt vertraut. Es gibt ihnen die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, Präsentationsfähigkeiten zu lernen und auszubauen, Firmen, Führungskräfte und Chefs kennenzulernen, Projektmanagement in der Praxis zu erleben und die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

Zum Auftaktworkshop stellten sich die Schüler und die Unternehmensvertreter der Wirtschaftsjunioren im Rahmen eines Speed-Dating gegenseitig kurz vor, wobei jeder Teilnehmer einen für ihn charakteristischen Gegenstand mitbrachte, der seine persönlichen Stärken und Interessen zum Ausdruck bringen sollte. So wollte eine Schülerin mit einem Haargummi zeigen, dass sie flexibel reagieren kann. Zur weiteren persönlichen Präsentation hatten die Schüler ein Wappen mit den Inhalten Name und Symbol, Interessengebiete, persönlicher Erfolg sowie persönlicher Traum zu erstellen, das sie selbsterklärend beschreiben sollten. Nachdem die Partnerwahl ohne Schwierigkeiten vonstattenging und jeder Schüler einen Unternehmer der Wirtschaftsjunioren als Paten fand, vereinbarte man gleich den ersten Gesprächstermin im Betrieb des Paten, der dann alle Monate eine Fortsetzung finden soll. Das übergeordnete Ziel des Schülers müsse dabei sein, die eigentliche berufliche Perspektive zu entwickeln, wobei ihm der Pate durch seinen reichen Erfahrungsschatz aus dem eigenen Betrieb behilflich sein sollte, erläuterte Michael Limmer von den Wirtschaftsjunioren.